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„Arbeiten wie ich es will!“: Projekt zur Verbesserung der Übergänge in den ersten Arbeitsmarkt

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Symbolbild für Forschung © human_306​/​Shotshop.com

Ausgleichsfond für überregionale Vorhaben zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben fördert 5-Jahres-Projekt.

Vertr.-Prof. Dr. Bastian Pelka (Fachgebiet Rehabilitationssoziologie) und sein Team freuen sich über eine Projektzusage: Der Ausgleichsfonds für überregionale Vorhaben zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben fördert fünf Jahre lang ein Projekt zur Verbesserung des Übergangs von Beschäftigten in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Zum Einsatz kommen eine KI-gestützte App, die Methode „Reallabor“ und der Ansatz der „sozialen Innovation“.

Menschen mit Schwerbehinderung nehmen in einem deutlich geringeren Maß am allgemeinen Arbeitsmarkt teil als Menschen ohne Behinderung. Auch das Instrument der WfbM kann nur zu einem geringen Teil die Erwartung eines Übergangs von Beschäftigten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt erfüllen. Die digitale Transformation von Arbeit, Bildung und Unternehmensprozessen schafft weitere Barrieren, die Menschen mit Behinderungen von Arbeitsmarktzugängen abhalten.

„Dies ist der Hintergrund, vor dem wir Ansatzpunkte für eine Verbesserung des Übergangs suchen“, erklärt Pelka, der den Forschungsbereich „Innovation und Bildung in der digitalen Gesellschaft“ der sfs leitet und zur Zeit die Professur Rehabilitationssoziologie an der Fakultät Rehabilitationswissenschaften vertritt. Das Projekt tritt in eine Situation, in der einerseits seit langem Diskurse zur Bedeutung des Lernortes WfbM geführt werden, andererseits aber auch aktuelle Gesetzgebung, Urteile und politische Rahmenbedingungen zu Innovationen in der Gestaltung des Übergangs aufrufen. „Damit ist das Projekt sowohl akademisch, als auch gesellschaftlich spannend und hat das Potenzial innerhalb der Projektlaufzeit viele Veränderungen aufnehmen und begleiten zu können“, so Pelka.

Im Projekt „Arbeiten wie ich es will!“ wollen die vier Partnereinrichtungen – der Trägerverein Franz Sales Haus (Essen), das Fraunhofer-Anwendungszentrum SYMILA, die Fachhochschule Münster/Münster School of Design sowie die TU Dortmund – Menschen mit Behinderungen dabei unterstützen, Entscheidungen über Arbeitsmarktzugänge stärker selbst zu übernehmen. Menschen sollen in die Lage versetzt werden, ihre eigenen Kompetenzen besser zu erkennen, diese mit Anforderungen des Arbeitsmarktes abzugleichen und ggf. Unterstützung gezielt abrufen zu können. Damit peilen sie in einem System, in dem viele Beteiligte (z.B. pädagogische Fachkräfte und Anleiter*innen in den WfbM) diese Entscheidungen mit beeinflussen und dabei vielleicht auch für Menschen mit Behinderungen Entscheidungen treffen, auf eine Verlagerung der Entscheidung hin zu den sie betreffenden Menschen an. In der Forschung zu sozialen Innovationen wird dies als „Neukonfigurationen sozialer Praktiken“ bezeichnet.

Methodisch setzt das Projekt auf eine KI-gestütztes App, die Menschen mit Behinderungen zur Information über Arbeitsmarktzugänge nutzen können und die barrierearm z.B. über Hilfsmittel, Förderangebote und eigene Ansprüche informiert sowie dies in den Kontext von möglichen Arbeitsplätzen einbindet. Außerdem werden Menschen mit dem Instrument des Reallabors dabei unterstützt, eigene Kompetenzen sehr praktisch zu erfahren sowie Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien zu erwerben. In einem weiteren Schritt werden Erhebungen in der WfbM hinderliche und förderliche Faktoren für den notwendigen Innovationsprozess identifizieren und Workshops mit Unternehmen Schnittstellen am Übergang thematisieren.

Das Projekt hat bei einer Laufzeit von 11/2022 bis 10/2026 ein Fördervolumen 5,9 Mio EUR, davon entfallen 1,2 Mio EUR auf die TU Dortmund.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.