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Bachelor of Arts

Lehramt für sonderpädagogische Förderung

Der Studiengang richtet sich an all jene, die Interesse und Spaß daran haben, im schulischen Kontext mit Menschen mit Beeinträchtigung zu arbeiten. Das Lehramt für sonderpädagogische Förderung berechtigt zum Erteilen von Unterricht an Förderschulen sowie an anderen Schulformen entsprechend der fachlichen und sonderpädagogischen Anforderungen.

Um den Vorbereitungsdienst antreten zu können, ist ein Absolvieren von Bachelor und Master erforderlich.

Das Studium vermittelt:

  • grundlegende berufliche Kompetenzen für Unterricht und Erziehung, Beurteilung und Beratung sowie Evaluation und Qualitätssicherung,
  • Denk-, Handlungs- und Reflexionsweisen der schulischen Praxis,
  • grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs und der Erstellung individueller Förderpläne.

Aufbau des Studiums

Die Bachelorphase umfasst sechs Semester Regelstudienzeit und 180 Credits.  Nach einem erfolgreichen Bachelorabschluss kann ein Masterstudium mit dem Abschluss Master of Education begonnen werden. Nur mit einem erfolgreichen Masterabschluss kann der Vorbereitungsdienst aufgenommen werden.

Das Studium umfasst neben dem Studium der zwei sonderpädagogischen Fachrichtungen allgemeine Grundlagen von Theorie und Praxis der Rehabilitation. Zusätzlich werden zwei Unterrichtsfächer sowie bildungswissenschaftliche Anteile studiert. Eines der Unterrichtsfächer muss Mathematische Grundbildung, Sprachliche Grundbildung, Deutsch oder Mathematik sein.

Förderschwerpunkte

Als erste sonderpädagogische Fachrichtung können der Förderschwerpunkt Lernen, der Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung oder der Förderschwerpunkt Sehen (FS S: begrenztes Studienplatzangebot) gewählt werden.

Bei der Kombination Förderschwerpunkt Lernen oder Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung kann als zweite sonderpädagogische Fachrichtung der jeweils andere Förderschwerpunkt oder einer der folgenden Förderschwerpunkte gewählt werden: Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung, Förderschwerpunkt Sehen, Förderschwerpunkt Sprache.

Bei dem Förderschwerpunkt Sehen kann als zweite sonderpädagogische Fachrichtung entweder der Förderschwerpunkt geistige Entwicklung oder der Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung gewählt werden.

Der Förderschwerpunkt Lernen stellt die Vermittlung von Kompetenzen zur Diagnose und individuellen Förderung von Schüler_innen unter erschwerten Lern- und Lebenssituationen in inklusiven Settings und an Förderschulen in den Mittelpunkt.

Schwerpunkte des Studiums bilden

  • grundlegende Theorien und Modelle im Förderschwerpunkt Lernen,
  • Didaktik und Methodik des Unterrichts in heterogenen Lerngruppe, insbesondere Konzepte zur inneren Differenzierung und des kooperativen Lernens,
  • Diagnostik und individuelle Förderung in den Lernbereichen Sprache und Mathematik, 
  • soziales Lernen,
  • Berufsorientierung,
  • neue Medien,
  • und geschichtliches und politisches Lernen.

Weitere Informationen über den Förderschwerpunkt erhalten Sie beim Fachgebiet Partizipation bei Beeinträchtigung des Lernens.

Zusätzlich ist für das Studium des Förderschwerpunkt Lernens das Fachgebiet Unterrichts­entwicklungs­forschung mit dem Schwerpunkt Inklusion relevant.

Der Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung beschäftigt sich mit Störungen im emotionalen Erleben und sozialem Verhalten. Neben begrifflichen und konzeptuellen Grundlagen zielt das Studium auf die Vermittlung von wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen zu Erscheinungsformen und Diagnostik, Erklärungsmodellen sowie zur Prävention und Intervention von Störungen der sozialen und emotionalen Entwicklung in inklusiven Kontexten von Bildung/Erziehung, Arbeit und Gesundheit. Die Studierenden entwickeln insbesondere Kompetenzen in den Bereichen Beratung, Diagnostik, Unterricht, Förderung sowie Evaluation und wenden diese in (schul-)praktischen Zusammenhängen an.

Weitere Informationen über den Förderschwerpunkt erhalten Sie beim Fachgebiet Soziale und Emotionale Entwicklung in Rehabilitation und Pädagogik.

Der Förderschwerpunkt geistige Entwicklung thematisiert die Erziehungs- und Bildungsbedarfe von Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und/oder mit hohem Unterstützungsbedarf und deren Teilhabe an Kultur und Gesellschaft. Im Mittelpunkt stehen die Vermittlung pädagogisch-professioneller Handlungsmöglichkeiten entlang der verschiedenen Lebensphasen sowie didaktische Fragen der Lern- und Entwicklungsbedarfe dieses Personenkreises.

Weitere Informationen über den Förderschwerpunkt erhalten Sie beim Fachgebiet Rehabilitation und Pädagogik bei intellektueller Beeinträchtigung.

Beeinträchtigungen der körperlichen und motorischen Entwicklung sind in Art und Schweregrad vielfältig. Sie wirken sich auf grundlegende Lern- und Entwicklungsbereiche aus und können mit vielfältigen Folgen und Begleiterscheinungen in der Wahrnehmung, der Kommunikation und der Kognition verknüpft sein. Das Studium im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung setzt sich differenziert mit den jeweiligen Umwelten auseinander. Spezifische Kompetenzen werden dabei zum Beispiel im Bereich der medizinischen Grundlagen, der unterstützten Kommunikation, der inklusiven Medienbildung, des Parasports und der Bewegung sowie bei der Gestaltung von Bildungsprozessen mit Schüler_innen mit komplexen Beeinträchtigungen oder mit lebensverkürzten Erkrankungen erworben.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Fachgebiet Körperliche und Motorische Entwicklung in Rehabilitation und Pädagogik.

Der Förderschwerpunkt Sehen beschäftigt sich mit Blindheit, Sehbeeinträchtigungen und visueller Wahrnehmung. Schwerpunkte im Studium sind Neurowissenschaften, Prinzipien der visuellen Wahrnehmung, funktionale Diagnostik des Sehens, Entwicklungs- und Aneignungsbedingungen bei Blindheit und differenter visueller Wahrnehmung, Selbstbestimmung, didaktische Kompetenzen im Anfangsunterricht (Kulturtechniken) und in herausfordernden Unterrichtsfächern (Kunst, Sport, Naturwissenschaften). Spezifische Fragen inklusiven Unterrichts, Frühförderung von Kindern mit Blindheit und Sehbeeinträchtigung wie auch Themen von Sehverlust finden im Studium Berücksichtigung.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Fachgebiet Sehen, Sehbeeinträchtigung und Blindheit.

Der Förderschwerpunkt Sprache und Kommunikation fokussiert den sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf von Kindern und Jugendlichen, deren Erwerb der Sprach- und Kommunikationsfähigkeit so umfänglich beeinträchtigt  ist, dass diesem mit Hilfe allgemein pädagogischer Förderung nicht hinreichend entsprochen werden kann. Diese Beeinträchtigungen können spracherwerbsspezifisch sein oder als Folge intellektueller sowie sozio-kultureller Bedingungen entstehen. Ziele der sprachheilpädagogischen Intervention sind sowohl die Ermöglichung der sozialen Teilhabe in alltäglichen Sprachhandlungssituationen als auch die Nutzung von Sprache in unterschiedlichen Registern (wie Fachsprache und Bildungssprache) für den Aufbau und die Strukturierung von Wissen in allen schulischen Bildungsprozessen. Das Studium vermittelt grundlegende Einsichten in den Spracherwerb, mögliche Entstehungsbedingungen für dessen Beeinträchtigungen, sprachdiagnostische Verfahren sowie sprachheilpädagogische und evidenzbasierte Förderkonzepte. Darauf aufbauend werden Adaptionsmöglichkeiten dieser Konzepte auf unterschiedliche Fachdidaktiken sowie inklusive und exklusive Settings erarbeitet.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Fachgebiet Sprache und Kommunikation.

Unterrichtsfächer

Sie müssen neben zwei Förderschwerpunkten auch zwei Unterrichtsfächer studieren. 

Außerdem studieren Sie auch das Fach Bildungswissenschaften (NC). 

Hier können Sie auswählen zwischen

  • mathematischer Grundbildung oder sprachlicher Grundbildung (Jahrgangsstufe 1-4)
     
  • Mathematik oder Deutsch (Jahrgangsstufe 5-10).

Hier können Sie sich für eines der folgenden Unterrichtsfächer entscheiden

  • Chemie
  • Englisch (NC)
  • Evangelische Religionslehre
  • Katholische Religionslehre
  • Kunst*
  • Musik*
  • Physik
  • Sachunterricht
  • Sport*
  • Technik
  • Textilgestaltung

oder

  • das andere Fach aus der Auswahlliste zum 1. Fach

*Eignungsprüfung erforderlich

Praxisphasen

Im Bachelorstudium werden zwei Praktika geleistet:

Beide Praktika werden für das Lehramt für sonderpädagogische Förderung von der Fakultät 13 angeboten. Zu beiden Praktika wird eine Begleitveranstaltung besucht. Das Eignungs- und Orientierungspraktium findet an einer Förderschule oder einer Schule mit Förderangebot statt. Das Berufsfeldpraktikum erfolgt im außerschulischen Bereich.

 

Weiterführende Informationen

An der TU Dortmund ist das Dortmunder Kompetenzzentrum für Lehrerbildung und Lehr-/Lernforschung (DoKoLL) Ansprechpartner für alle Studierenden, die sich für ein Lehramtsstudium interessieren oder bereits ihr Studium begonnen haben. Das DoKoLL ist die zentrale Instanz in ihrem Studium.

Weitere konkrete Informationen zum Studium Lehramt für sonderpädagogische Förderung finden Sie auf den folgenden Seiten:

Kalender

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.