Zum Inhalt

Discovering Hands: Die Chancen der medizinisch-taktilen Untersuchung zur Brustkrebsfrüherkennung für Patient*innen und Untersucherinnen mit Sehbeeinträchtigungen

-
in
  • Gleichstellung
Skizze eines Vortrages in grau gezeichnet mit weißen Hintergrund. © Pixabay
Vortrag zur Brustkrebsfüherkennung am 30.11.23

Referentin: Bettina Schniedermann

Donnerstag, 30.11.23 ab 16 Uhr

Raum 4.321 in der EF 50

MTUs sind sehbeeinträchtigte bzw. blinde Frauen, die von der Organisation Discovering Hands in der Früherkennung von Brustkrebs ausgebildet wurden und in gynäkologischen Praxen in Deutschland auf Wunsch bzw. Nachfrage eingesetzt werden. Studien zeigen, dass das Tasten von potentiell vorhandenen Knoten durch MTUs eine hohe "Trefferquote" hat und vor allem in Ergänzung mit bildgebenden Methoden frühzeitig zuverlässige Kenntnis über pathologische Entwicklungen geben kann. 

Zugleich ist in dem Fall die Beeinträchtigung einer der wenigen Umstände, wo diese als eine vorteilhafte Qualifikation verstanden und genutzt wird (ein anderer Bereich, wo eine Behinderung nicht als defizitär gesehen wird, ist z.B. der IT-Bereich für bestimmte Personen aus dem Autismus-Spektrum). Es ist damit - gerade für Frauen mit (Seh-)Behinderung, die auf dem Arbeitsmarkt Nachteile haben - eine echte Chance einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit. Und zugleich kann es für Frauen (und ggf. auch Männer), die vielleicht einen Verdacht auf einen Knoten haben und nicht gleich eine Mammographie machen wollen, eine gute Option sein. Leider ist das Angebot immer noch recht unbekannt; das möchten wir im Sinne der Vorteile für Frauen mit und ohne Sehbeeinträchtigungen und aus verschiedenen Gründen gerne ändern!