Ufo auf der EARLI SIG 15 in Helsinki
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Prof. Dr. Jan Kuhl und Dr. Sarah Schulze nahmen vom 17. bis 19. August 2026 an der Tagung der Special Interest Group (SIG) 15 „Special Educational Needs“ der European Association for Research on Learning and Instruction (EARLI) in Helsinki, Finnland, teil.
Die internationale Tagung wurde von der Helsinki Research Community of Special Educational Needs, der Faculty of Educational Sciences der University of Helsinki und der EARLI SIG 15 organisiert und stand in diesem Jahr unter dem Thema „Research methodological approaches bridging special educational needs“.
Das Fachgebiet war gleich mit zwei Beiträgen vertreten:
- Jan Kuhl & Sarah Schulze: Vortrag „Adaptive Behavior in Students with Intellectual Disabilities: Correlations with Intelligence, Working Memory, and Academic Skills“.
- Marc Tebbe (Universität Bielefeld), Maximilian Barth (Universität Kassel),
Jan Kuhl & Carmen Zurbriggen (Université Fribourg): Vortrag „The Effectiveness of a Phonics-based Comprehensive Literacy Program for Students with Intellectual Disability“.
Im Beitrag wurde untersucht, wie die adaptiven Kompetenzen von Schüler*innen mit dem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf „Geistige Entwicklung“ mit Intelligenz, Arbeitsgedächtnis sowie schulischen Kompetenzen im Lesen und in Mathematik zusammenhängen. Grundlage waren Daten von 76 Schüler*innen im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Die Ergebnisse zeigen Zusammenhänge zwischen adaptiven Kompetenzen und kognitiven Fähigkeiten, insbesondere der Intelligenz. Auch mit schulischen Kompetenzen zeigten sich zunächst Zusammenhänge, die jedoch weitgehend verschwanden, wenn die Intelligenz berücksichtigt wurde. Die Befunde wurden insbesondere mit Blick auf die diagnostische Bedeutung adaptiver Kompetenzen bei der Feststellung sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs diskutiert.
Der Beitrag beschäftigte sich mit der Frage, wie Schüler*innen dem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf „Geistige Entwicklung“ beim Erwerb grundlegender Lesefähigkeiten unterstützt werden können. Untersucht wurde die Wirksamkeit eines Leseförderprogramms, das insbesondere den systematischen Aufbau phonologischer Bewusstheit, die Zuordnung von Buchstaben und Lauten sowie das Erlesen von Wörtern fördert. An der Studie nahmen 16 Schüler*innen im Alter von acht bis dreizehn Jahren teil. Die Ergebnisse zeigen, dass die Schüler*innen Fortschritte beim Lesen häufig vorkommender Wörter machten und ein Teil der Schüler*innen grundlegende Fähigkeiten zum Erlesen unbekannter Wörter entwickelte. Die Befunde liefern damit Hinweise darauf, wie eine systematische Leseförderung für die Zielgruppe gestaltet werden kann.








